Was so bei uns blüht

 

11. Januar 2011 Die Königin der Nacht blüht bei uns

 

Am Blühtag selbst lässt sich ab etwa 14 Uhr feststellen, ob sich eine Blüte am gleichen Abend öffnen wird. Im Laufe des Nachmittags schwillt die Knospe allmählich an. Die Blütenblätter strecken sich und beginnen sich etwa ab 19 Uhr voneinander zu lösen. Innerhalb von zwei bis drei Stunden entfalten sie sich zu einer der prächtigsten Blüten des Pflanzenreichs, die ihren vollen Durchmesser bei Einbruch der Dunkelheit erreicht. Es ist ein Trichter aus weit über 100 Blütenblättern. Wenige Stunden nach Mitternacht beginnt die Blüte wieder zu welken und hängt bereits am nächsten Morgen schlaff an der Pflanze. Grundsätzlich werden alle auffällig farbigen Blüten von Tieren besucht bzw. bestäubt; nachtblühende Pflanzen somit also auch von nachtaktiven Tieren. Welche Tiergruppe könnte sich in der Heimat von dieser Pflanze «angesprochen» fühlen? Obwohl die «Königin der Nacht» eine der ganz berühmten Zierpflanzen darstellt, gibt es bis heute tatsächlich keine gesicherte wissenschaftliche Beobachtung eines Blütenbesuches. Die Stilmerkmale der Blüte weisen jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Bestäubung durch Fledermäuse hin.